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Manifest der 25 / Schalom5767

Hinweise

Zwei Erklärungen im deutschsprachigen Raum – und die Debatten darüber:

Manifest der 25

Am 15. November 2006 veröffentlichte die "Frankfurter Rundschau" auf ihrer Dokumentationsseite das "Manifest der 25", eine ausführliche Stellungnahme renommierter deutscher und österreichischer Friedensforscher und Nahostexperten zu den "besonderen Beziehungen" zwischen Deutschland und Israel.

„(…) Vielleicht hilft es sich vorzustellen, wie in der gegenwärtigen Situation wohl die vielen Intellektuellen, Schriftsteller, Künstler und Musiker jüdischer Herkunft von Adorno über Einstein, Freud und Marx bis zu Zweig reagiert hätten, (...). Wir sind überzeugt, dass sie den folgenden Satz unterschreiben würden: Nur Gleichheit und Respekt vor Recht und Völkerrecht können ein friedliches Zusammenleben gewährleisten und sind die einzigen Garanten für eine dauerhafte Existenz des Staates Israel und des zukünftigen Staates Palästina in Sicherheit - und für die Sicherheit von Juden und Jüdinnen bei uns und in aller Welt (…)“

Text und Debattenbeiträge unter > http://www.uni-kassel.de/fb5/frieden/regionen/Israel/manifest.html

 

Schalom5767 (Berliner Erklärung)

„Jüdische Menschen aus Deutschland haben sich Ende September 2006, zu Beginn des neuen jüdischen Jahrs 5767, in Berlin getroffen und diese Erklärung auf den Weg gebracht. Damit das Jahr 5767 ein Jahr des Friedens wird.

„ (…) Wir fordern die deutsche Regierung auf, mit der Europäischen Union

  • die israelische Besatzungspolitik nicht länger zu tolerieren
  • kurzfristig den Boykott der Palästinensischen Autonomiebehörde zu beenden
  • endlich die Verwirklichung eines lebensfähigen palästinensischen Staates ernsthaft anzustreben, in Gaza und dem gesamten 1967 besetzten Westjordanland einschließlich Ost-Jerusalems, mit voller Souveränität und freiem Verkehr. (…)“

www.schalom5767.de

Shraga Elam lehnt die Online-Petition "Schalom 5767" ab „(…)Ein Kernproblem des Konflikts ist der israelische Rassismus und der damit verbundene Nationalismus. In Israel herrscht ein Apartheidsystem. FriedensbefürworterInnen müssen die herrschende israelische Apartheid entschieden ablehnen.

Das Konzept eines rein ethnischen Staates, in diesem Falle eines Judenstaates, widerspricht jedem Demokratie-Verständnis. Das ist ein israelisches Grundproblem, genauso wie die Besatzung, die nicht erst 1967 begann.

Um neue Friedensperspektiven zu entwickeln, braucht es ANC-ähnliche Organisationen. Deshalb ist es sinnvoll, zum Beispiel von der PLO zu fordern, dass sie ihre Reihen für jüdische Mitglieder öffnet. Das würde dem Traum von einem gemeinsamen säkularen demokratischen Staat neue Chancen geben. Die Juden/Jüdinnen und die PalästinenserInnen sind wie siamesische Zwillinge. Sie sind verdammt zusammenzuleben oder zusammen zu sterben.(…)“

www.steinbergrecherche.com/frisrael.htm

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