Wir rufen auf zum Kampf gegen Frauenarmut!
Lohngerechtigkeit zwischen Männern und Frauen: Frauen verdienen bis zu 20% weniger als Männer. Dies entspricht bei einem Durchschnittslohn von 4.000 CHF bei gleicher Arbeit ungefähr 800.- CHF pro Monat. Genau dieser Betrag fehlt häufig am Ende des Monats bei Menschen, die in prekären Verhältnissen arbeiten, um die Krankenversicherung für die Familie zu zahlen oder die Steuern zu entrichten. Keinerlei staatliche Beihilfe könnte diese elementare Ungerechtigkeit ausgleichen.
Für einen Mindestlohn von 3.500 CHF pro Monat: Die Löhne gehen zurück und einige Unternehmen zahlen so niedrige Löhne, dass diese nicht einmal ausreichen, eine Familie zu ernähren, selbst wenn man Überstunden leistet. Ein gesetzlich festgelegter Mindestlohn auf nationaler Ebene ist eine wirksame Methode, um Armut und Lohndruck zu bekämpfen. Die Frauen wären die ersten, die davon profitieren könnten.
Wir rufen zum Kampf gegen Gewalt an Frauen auf!
Wir rufen zu einer einheitlichen Anwendung der Strafgesetze gegen Gewalt in der Ehe auf!
Es wurden bereits Fortschritte bei der Bestrafung von Gewalt in der Ehe erzielt. Diese geht nicht mehr straffrei aus. Die Täter müssen zur Rechenschaft gezogen werden. Doch diese Gesetze (wiederholte Tätlichkeiten, einfache Körperverletzung und Drohungen sind nun ein Offizialdelikt, das von Amtes wegen verfolgt wird), sowie das Wegweisungsgesetz (Täter werden aus der Wohnung verwiesen) müssen in der gesamten Schweiz und über alle Instanzen hinweg, auf die gleiche Weise angewendet werden.
Wir verteidigen das Recht auf Eigenständigkeit für die Frauen!
Beibehaltung der Kostenübernahme für Abtreibung in der Grundversicherung der Krankenkasse
Die rechte und rechtsradikale Szene wollen die Kostenübernahme für eine Abtreibung durch die Krankenkasse unterbinden. Das ist ein erster Versuch, das Recht auf Abtreibung in Frage zu stellen. Die Frauen müssen sich energisch gegen diesen archaischen Angriff wehren.